International 806 class
 ROLF WERRES KIELYACHTEN MÜNCHEN
optimales begrenzt sich aufs notwendige

Die 806 ist im GFK-Handauflegeverfahren gebaut. Besonders druckbelastete Bereiche sind zusätzlich mit Balsa-Sandwich verstärkt. Die Verarbeitung des GFK ist beispielhaft und auf Grund der Erfahrung der Werft auch in der Serie von gleichbleibender Qualität.

Es gibt keine scharfen Kanten oder überstehende Laminate, an denen man sich, wie zum Beispiel an der Innenseite der Backskisten, verletzen oder Segel zerreißen könnte.
Der Rumpf ist teilweise in Doppelschalenbauweise gefertigt, wobei die zweite Schale als Innenein-
richtung geformt wurde. Sie dient gleichzeitig als wirkungsvolle Versteifung des Rumpfes an den exponierten Stellen.

Das Unterwasserschiff der 806 hat sehr moderne Linien, ohne aber extreme Formen anzunehmen, wie dies heute immer mehr der Fall ist. Unter Wasser ist das Vorschiff relativ flach und die Spanten haben Trapezform. Selbst im Bereich des angebolzten Kiels wird das Unterwasserschiff kaum voller.

Der Kiel ist schmal und lang, aber stark profiliert. Richtung achtern kommt es zu einer nicht erwarteten Änderung der Linien. Statt des flach in ein U-förmiges Heck auslaufenden Achterschiffes hat sich Petterson etwas anderes einfallen lassen.

Der Kiel ist nach Achtern durch einen V-förmigen Fortsatz an der Kiellinie mit dem Skeg verbunden. Dieses überdeckt das Ruderblatt zu zwei Drittel. Die Achse des Ruders ist in einer Nut im Skeg eingelassen (guter Strömungsablauf am profilierten Ruderblatt). Das Heck hat eine breite V-Form und ragt bei normaler Schwimmlage aus dem Wasser. Dadurch ist auch bei starker Lage ausgezeichneter Wasserablauf gegeben.

Wegen des Flushdaches hat das Schiff keine Stehhöhe, am Vorschiff endet der Kajütenaufbau mit einer Luke, die voll in die Form integriert ist.

optimales begrenzt sich aufs notwendige